Asdorfer Bach

Rück-/Umbau von Querbauwerken

Eindrücke zum Projekt

Projektdetails


Ort:
Wehbach

Projekt:
Rück- bzw. Umbau von Querbauwerken und 2 Brücken im Asdorfer Bach
zwischen Wehbach und Niederfischbach

Auftraggeber:
Kreisverwaltung Altenkirchen, Untere Wasserbehörde

Bauleitung Gebr. Schmidt:
Herr Thorsten Theis

Ausführungszeitraum:
Oktober 2015 - Februar 2016

Bausumme:
390.000 €

Hauptmassen:
Erdbau
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5.000 m3 Bodenaushub / Bodenumlagerung
2.000 m2 Profilierung von Bachläufen und Böschungen
3.800 to Steinschüttung bis zu 1m Kantenlänge

Oberflächen
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12.000 m2 Baufeldfläche räumen/roden
  1.000 m2 Baustraßen in unwegsamen Gelände

Abbruch
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1.750 m3 Beton-/ Ziegelabbruch der vorh. Viadukte und Wehre

Baustellenbericht


Im Zuge der Umsetzung der EU-Wasserrichtlinie im Landkreis Altenkirchen beauftragte die Kreisverwaltung Altenkirchen die Gebrüder Schmidt AG im September 2015 mit den umfassenden Arbeiten zum Rück- bzw. Umbau der Wehre in der Asdorf zwischen Wehbach und Niederfischbach. Ziel der Maßnahme soll die Wiederherstellung des ursprünglichen ökologischen Zustandes des Gewässers sein.

Bereits im Oktober wurde mit den Abbrucharbeiten der Wehranlage der Friedrichshütte begonnen. Nach erfolgtem Abbruch der Wehrstufe und den Einfassungsmauern wurden die Fließsohle des Bachbettes auf einer Länge von rd. 150 m mit konstantem Sohlgefälle sowie die Böschungen entsprechend profiliert und mit Wasserbausteinen in versch. Korngrößen befestigt. Die Asdorf erhält in diesem Abschnitt eine Niedrigwasserrinne, die die Barrierefreiheit für Fische und Kleinstlebewesen gewährleisten soll.

Der von der Unteren Wasserbehörde vorgegebene Bauablauf gab als nächsten Schritt den Abbruch von 2 Brückenviadukten der stillgelegten Bahnstrecke Betzdorf – Freudenberg sowie den Abbruch einer weiteren Wehranlage im Abschnitt Altenthal vor. Diese konnten noch rechtzeitig vor der Winterpause 2015/2016 abgebrochen werden. Das Bachbett und die Böschungen der betreffenden Abschnitte wurden ebenfalls noch rechtzeitig fertiggestellt.

Im Januar 2016 konnte dann mit den Arbeiten im Abschnitt Junkernthal begonnen werden. Da aus Denkmalschutzgründen dieses Querbauwerk der Asdorf nicht abgebrochen werden darf, ist hier ein Umgehungsgerinne mit konstantem Längsgefälle geplant. Dieses fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein. In diesem Abschnitt wird ebenfalls eine Niedrigwasserrinne profiliert, Sohle und Böschungen werden mit Wasserbausteinen gesichert. Unmittelbar neben dem neuen Bachlauf wird ein Damm profiliert, auf dem anschließend ein Gehweg mit Wassergebundener Decke angelegt wird.

In sämtlichen Abschnitten waren / sind für die Zuwegung umfangreiche Rodungsarbeiten nötig, Baustraßen mussten angelegt und wieder zurück gebaut werden. Die Eingriffe in die Natur wurden dabei so gering wie möglich gehalten. Ebenfalls stellte uns die Wasserhaltung der Asdorf mit schnell steigendem Pegel bei Niederschlagsereignissen immer wieder vor Herausforderungen. Im Rückblick / Hinblick auf die gute Zusammenarbeit mit allen am Projekt Beteiligten erwarten wir ein zufriedenstellendes Ergebnis der Umsetzung dieser Maßnahme.

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